Pflanzlöcher, Blumenzwiebeln, Zaunpfosten: Welcher Erdbohrer passt auf deinen Akkuschrauber – und wann brauchst du mehr Kraft?
Ein Erdbohrer (auch Pflanzbohrer, Spiralbohrer oder Erdlochbohrer genannt) ist eine große Spirale aus Stahl, die du wie einen Bohrer in den Akkuschrauber einspannst. Statt mit dem Spaten Loch für Loch auszuheben, drehst du die Spirale in den Boden. Die Windungen fördern die Erde nach oben, und nach wenigen Sekunden ist das Pflanzloch fertig. Das spart vor allem dann Zeit und Rücken, wenn du viele gleich große Löcher brauchst: 50 Tulpenzwiebeln, eine Reihe Bodendecker oder Setzlinge im Gemüsebeet.
Der Akkuschrauber, den du ohnehin für Möbel und Dübel nutzt, wird so zum Gartengerät. Entscheidend ist aber, dass Bohrer und Maschine zusammenpassen. Ein 4-cm-Bohrer läuft an fast jedem Akkuschrauber, ein 12-cm-Bohrer für Zaunpfosten überfordert dagegen selbst gute Heimwerkergeräte. Auf dieser Seite erklären wir, worauf es ankommt, und zeigen sieben Erdbohrer von VEVOR von 9,90 € bis 44,90 € sowie eine passende Maschine. Welcher Akkuschrauber sich grundsätzlich lohnt, liest du in unserem Überblick zur Stiftung Warentest und im Vergleich Bosch oder Einhell.
| Modell | Eckdaten | Preis* |
|---|---|---|
| Erdbohrer Ø 4 × 22 cm | Ø 40 mm · 220 mm lang · 3/8"-Sechskant | 9,90 € |
| Erdbohrer 2er-Set: Ø 4 × 22 cm und Ø 8 × 30 cm | 2 Bohrer · Ø 40 + 80 mm · 3/8"-Sechskant | 13,90 € |
| Erdbohrer Ø 4 × 42 cm | Ø 40 mm · 420 mm lang · Q235-Stahl | 13,90 € |
| Erdbohrer Ø 8 × 41 cm | Ø 80 mm · 410 mm lang · 3/8"-Sechskant | 16,90 € |
| Erdbohrer Ø 6 × 79 cm | Ø 60 mm · 790 mm lang · 20-mm-Aufnahme | 20,90 € |
| Erdbohrer Ø 12 × 79 cm | Ø 120 mm · 790 mm lang · 20-mm-Aufnahme | 28,90 € |
| Erdbohrer Ø 20 × 79 cm | Ø 200 mm · 790 mm lang · 20-mm-Aufnahme | 44,90 € |
| Akku-Schlagbohrschrauber 20 V, 90 Nm | 90 Nm · 20 V · 4,0 Ah | 68,90 € |
Erdbohrer gibt es mit zwei unterschiedlichen Anschlüssen, und daran entscheidet sich, ob dein Akkuschrauber passt:
Für den klassischen Akkuschrauber sind also die Bohrer mit Sechskantschaft die richtige Wahl. Die großen Modelle mit 20-mm-Aufnahme zeigen wir trotzdem, damit du siehst, wo die Grenze liegt.
Für die Länge gilt: Kurze Bohrer (22 bis 30 cm) sind leichter zu führen und arbeiten in Bodennähe, lange Bohrer (40 cm und mehr) erlauben das Arbeiten im Stehen. Gerade wer viele Zwiebeln setzt, schont mit einem langen Bohrer den Rücken.
Preis-EinstiegDer kleinste Bohrer der Auswahl: 40 mm Durchmesser, 220 mm Länge und ein 3/8-Zoll-Sechskantschaft, der laut VEVOR in die meisten Akku-Bohrmaschinen passt. Gedacht ist er für Blumenzwiebeln, Setzlinge und kleine Pflanzlöcher in weichem bis mittelhartem Boden.
Fazit: Für Blumenzwiebeln und Beetpflanzen – der günstige Einstieg.
SetIm Set stecken zwei Spiralbohrer: einer mit 40 × 220 mm für Zwiebeln, einer mit 80 × 300 mm für Stauden und kleine Sträucher. Beide haben den 3/8-Zoll-Sechskantschaft für Akkuschrauber und Bohrmaschinen.
Fazit: Zwei Größen für Beet und Rabatte zum kleinen Preis.
LangGleicher Durchmesser wie das Einstiegsmodell, aber fast doppelt so lang (420 mm). Das hilft, wenn du im Stehen arbeiten möchtest oder tiefer pflanzt. Der Bohrer besteht laut Hersteller aus Q235-Stahl.
Fazit: Wer rückenschonend im Stehen pflanzen will.
AllrounderMit 80 mm Durchmesser und 410 mm Länge ist das die größte Version mit 3/8-Zoll-Sechskantschaft. Sie eignet sich für Stauden, Gemüse-Setzlinge und dünne Pfosten. Bei 80 mm braucht dein Akkuschrauber spürbar mehr Kraft als bei 40 mm, nutze den ersten Gang.
Fazit: Die größte Größe, die noch gut zum Akkuschrauber passt.
Mit AdapterAb hier ändert sich die Aufnahme: Diese Bohrer sind für Bohrmaschinen bzw. Erdbohrgeräte mit 20 mm Innendurchmesser gedacht. Laut VEVOR liegt ein Adapter für verschiedene Bohrmaschinen bei. Mit 790 mm Länge reichst du auch tiefer, zum Beispiel für Zaunpfosten.
Fazit: Lang und schlank – für tiefe, schmale Löcher.
Zaunpfosten120 mm Durchmesser und 790 mm Länge: eine typische Größe für Zaunpfosten und Pflanzlöcher für kleine Bäume. Für diesen Durchmesser ist ein normaler Akkuschrauber zu schwach – nimm eine kräftige Bohrmaschine mit Zusatzhandgriff oder ein Erdbohrgerät.
Fazit: Für Pfostenlöcher – aber nicht mit einem kleinen Akkuschrauber.
XXLDer größte Bohrer der Auswahl mit 200 mm Durchmesser. Er ist für Erdbohrgeräte (z. B. mit Benzinmotor) und sehr kräftige Bohrmaschinen gedacht, nicht für Akkuschrauber. Laut Hersteller liegt ein Adapter bei.
Fazit: Nur für Erdbohrgeräte und starke Maschinen.
Passende MaschineFalls dein Akkuschrauber zu schwach ist: VEVOR bietet einen bürstenlosen 20-V-Schlagbohrschrauber mit laut Hersteller bis zu 90 Nm, 2 Gängen (500/2.000 U/min), 20 Drehmomentstufen, Ganzmetall-Bohrfutter (12,7 mm) sowie einem 4.000-mAh-Akku und Ladegerät. Für Erdbohrer bis 8 cm reicht das Drehmoment-Niveau gut.
Fazit: Kräftige, günstige Maschine für Erdbohrer bis 8 cm.
Ein Erdbohrer setzt der Maschine viel mehr Widerstand entgegen als ein Holzbohrer. Wie viel Kraft nötig ist, hängt von Durchmesser und Boden ab: Lockerer Gartenboden ist leicht, verdichteter Lehm, Wurzeln oder Steine sind schwer. Als grobe Orientierung:
Auch der Akku zählt: Erdbohren zieht viel Strom. Ein Akku mit 4,0 Ah hält deutlich länger durch als einer mit 1,5 oder 2,0 Ah. Wer viele Löcher bohren will, plant einen zweiten Akku ein.
Die größte Gefahr beim Erdbohren ist das plötzliche Blockieren. Bleibt der Bohrer an einer Wurzel hängen, will sich die Maschine mit voller Kraft um den Bohrer drehen. Das kann Handgelenk und Unterarm verletzen. Deshalb: Halte die Maschine immer mit beiden Händen, nutze einen Zusatzhandgriff, wenn dein Gerät einen hat, und stelle das Drehmoment nicht höher als nötig. Trage feste Schuhe, Handschuhe und eine Schutzbrille, denn Erde und kleine Steine fliegen beim Herausziehen hoch.
Nach dem Einsatz Erde abbürsten und den Bohrer trocknen lassen. Einfache Stahlspiralen rosten, wenn sie feucht im Schuppen liegen. Ein wenig Öl auf der Spirale schützt über den Winter. Verbogene Bohrer nicht weiter verwenden – sie laufen unrund und belasten Maschine und Handgelenk.
Für den Akkuschrauber brauchst du einen Erdbohrer mit 3/8-Zoll-Sechskantschaft und 40 bis 80 mm Durchmesser. Bohre im ersten Gang mit beiden Händen und rechne bei 8 cm und festem Boden mit 60 Nm oder mehr. Große Bohrer mit 20-mm-Aufnahme sind für Erdbohrgeräte und kräftige Bohrmaschinen gedacht. Mit einem Erdbohrer ab rund zehn Euro sparst du dir beim Zwiebelnsetzen und Pflanzen viel Arbeit mit dem Spaten.
Ja, für kleine Durchmesser. Erdbohrer mit 3/8-Zoll-Sechskantschaft und 40 bis 80 mm Durchmesser sind genau dafür gemacht. Größere Bohrer ab etwa 10 cm brauchen eine kräftige Bohrmaschine oder ein Erdbohrgerät.
Für 40-mm-Bohrer reichen die üblichen 40 bis 50 Nm. Für 80 mm in festem Boden ist ein Gerät mit 60 Nm und mehr angenehmer. Wichtig sind der erste Gang und eine niedrige Drehzahl.
Für Tulpen, Narzissen und Krokusse reichen 40 bis 50 mm. Für Stauden und Gemüse-Setzlinge sind 70 bis 80 mm sinnvoll.
Der Schaft ist sechseckig und hat etwa 9,5 mm Schlüsselweite. Er passt in das Bohrfutter fast aller Akkuschrauber und rutscht wegen der Kanten nicht so leicht durch wie ein runder Schaft.
Große Erdbohrer haben ein Rohr mit 20 mm Innendurchmesser. Sie passen auf Erdbohrgeräte mit Motor oder über einen Adapter auf kräftige Bohrmaschinen. In einen normalen Akkuschrauber passen sie ohne Adapter nicht.
Wenn der Bohrer an einer Wurzel oder einem Stein blockiert, dreht sich die Maschine ruckartig mit. Halte das Gerät mit beiden Händen, nutze einen Zusatzhandgriff, stelle die Rutschkupplung niedrig ein und arbeite mit geringer Drehzahl.